Neugestaltung Haus Wahnfried

Haus WahnfriedDas Richard-Wagner-Museum Bayreuth in Haus Wahnfried wird in den kommenden Jahren einer umfassenden Sanierung und Neugestaltung unterzogen, die auch den Bau eines neuen Museumsgebäudes beinhaltet. Umgesetzt wird soll der Entwurf des Berliner Architektenbüros Staab, 1. Preisträger eines europaweiten Architektenwettbewerbs zur Umgestaltung von Haus Wahnfried, den die Stadt Bayreuth ausgeschrieben hatte.

Mehr als 30 Jahre nach der Eröffnung des Richard-Wagner-Museums in Haus Wahnfried 1976 ist die Notwendigkeit einer baulichen Sanierung des Hauses und einer umfassenden Neugestaltung des Museums unabweisbar geworden. Haus Wahnfried als Wohnhaus Richard Wagners und seiner Familie wird dabei künftig vor allem in seiner Bedeutung als authentischer Ort von höchstem kulturgeschichtlichen Rang gestärkt und vielfältig erlebbar gemacht werden. Eine attraktive Ausstellungsgestaltung, die Förderung der Wagner-Forschung und die aktive Vermittlung des umfassenden Kulturphänomens Richard Wagner im Rahmen eines zeitgemäßen, besucherorientierten Museumsbetriebs machen zudem einen Museums-Neubau mit ausreichenden Depotflächen zwingend erforderlich.

Der Stiftungsrat der Richard-Wagner-Stiftung als Trägerin des Richard-Wagner-Museums Bayreuth mit Nationalarchiv und Forschungsstätte hat daher bereits im Mai 2009 für das von der Museumsleitung vorgelegte Nutzungskonzept gestimmt und sich für die Auslobung eines Realisierungswettbewerbs für den erforderlichen Neubau ausgesprochen.

Baubeginn im Frühsommer 2012

Der Stadtrat Bayreuth hat dem Finanzierungskonzept und dem Bauzeitenplan für das Projekt im Dezember 2011 mit breiter Mehrheit zugestimmt. Ermöglicht wird die Sanierung und Neugestaltung des Richard-Wagner-Museums letztlich vor allem durch namhafte Zuschüsse von Bund, Freistaat Bayern sowie weiterer öffentlicher Zuschussgeber wie der Oberfrankenstiftung und der Bayerischen Landesstiftung.

Baubeginn für das Museumsprojekt wird im Frühsommer 2012 sein. Der vom Stadtrat gebilligte Bauzeitenplan sieht den Abschluss der Bauarbeiten, die Einrichtung und Ausstattung des Museums bis Mai 2014 vor, so dass das sanierte und komplett umgestaltete Richard-Wagner-Museum im Juni 2014 eingeweiht werden könnte.      


Europaweiter Wettbewerb

Am 22. März 2010 wurde die europaweite Ausschreibung des Wettbewerbs veröffentlicht. Aus weit über 200 Bewerbungen wurden 25 Teilnehmer ausgewählt, darunter international renommierte Architekturbüros. Letztlich wurden bis Ende August 2010 23 Entwürfe mit den entsprechenden Planunterlagen und Modellen eingereicht. Am 7./8. Oktober 2010 fand die Sitzung des Preisgerichts statt, bei der das Konzept des Berliner Architekturbüros Staab zum Sieger gekürt wurde. Staab hat unter anderem das Neue Museum Nürnberg und das Museum Georg Schäfer in Schweinfurt entworfen.

Das neue Museumsgebäude - eine filigrane Glaskonstruktion - bietet im Erdgeschoss Platz für Wechselausstellungen sowie sonstige Veranstaltungen. Im Untergeschoss, das über Aufzüge und Treppen erreichbar und durch Lichthöfe beleuchtet wird, soll die Wagner-Dauerausstellung Platz finden. Ein Museumsshop und ein Café ergänzen das Konzept. Der Kostenrahmen für das Projekt beläuft sich auf 14,95 Millionen Euro.  

So sieht der Entwurf im Einzelnen aus (zum Vergrößern aufs jeweilige Bild klicken):

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Die Preisträger des Wettbewerbs 

1. Preis: Büro Staab Architekten, Berlin
2. Preis: Büro wulf & partner, Stuttgart
3. Preis: Büro Daniel Zajsek, Hamburg
4. Preis: Büro marte.marte architekten, Weiler
5. Preis: Büro David Chipperfield, Berlin

Das Foto zeigt (von links): Tobias Wulf und Christine Eisele von wulf + partner (2. Preis), Volker Staab und Peer Petersen von Staab Architekten (1. Preis), Alexander Schwarz vom Büro David Chipperfield (5. Preis) und Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl. Preisverleihung

Am 26. Oktober 2010 übergab Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl die Preise an die Erst-, Zweit- und Fünftplatzierten des Architektenwettbewerbs. Die 3. und 4. Plätze waren verhindert, bekommen demnach ihren Preis zugeschickt. Für den 1. Preis gab es 22.000 Euro, für den 2. Preis 16.000 Euro, für den 3. Preis 10.000 Euro, für den 4. Preis 6.000 Euro und für den 5. Preis 4.000 Euro.

Der Oberbürgermeister unterstrich bei der Preisvergabe die hohe Bedeutung dieses Museumsprojektes für Bayreuth und daraus resultierend die wichtige Aufgabe des kompetent besetzten Preisgerichts.   

Weitere Informationen


Homepage des Richard-Wagner-MuseumsMarketing unter dem Motto "wahren, schaffen, erleben"

Das Richard-Wagner-Museum präsentiert sich ab sofort vollständig neu im Internet: als wesentliches Komunikationsmittel der Marketing- und Fundraisingkampagne zur Neugestaltung bietet die Museums-Website jetzt auf übersichtliche und ansprechende Weise unter www.wagnermuseum.de und www.wahnfried.de aktuelle Informationen zum Projekt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der finanziellen Unterstützung des Vorhabens.